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Azelainsäure und ihre Wirkung bei Rosazea und Akne

  • 3 Minuten Lesezeit

Azelainsäure und ihre Wirkung bei Rosazea und Akne

Azelainsäure ist ein unterbewerteter Inhaltsstoff, der definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient. Denn beeindruckender Weise besitzt Azelainsäure einen vielseitigen Anwendungsbereich und ist dabei vergleichsweise reizarm. Es kann effektiv Symptome von Akne und Rosazea lindern und dient eventuell als eine weitere Behandlungsmöglichkeit für Melasma.

Wie erklären dir, was Azelainsäure ist, was es so beeindruckend macht und wie du es anwenden kannst. Es loht sich also weiterzulesen!

Wenn es jemals einen Inhaltsstoff gab, der alles kann, dann ist es Azelainsäure.

Was ist Azelainsäure?

Azelainsäure ist eine Dicarbonsäure, die bei der Exfoliation der Haut hilft und auf natürliche Weise von Hefe synthetisiert wird.

Azelainsäure kann zudem aus Getreidesorten wie Gerste, Weizen und Roggen gewonnen werden. Sie gilt trotzdem als glutenfrei, denn die durch die Haut aufgenommene Menge an Gluten ist in der Regel zu niedrig, um eine Glutenempfindlichkeit oder -reaktion auszulösen.

Azelainsäure ist nicht nur komedolytisch (d. h. sie verhindert Mitesser) und peelt tief in den Poren, sondern ist auch keratolytisch (reduziert Keratin), entzündungshemmend und hat antioxidative Eigenschaften.

Was bewirkt Azelainsäure für die Haut?

Azelainsäure ist ein multifunktionaler Inhaltsstoff in Hautpflegemitteln, der eine Vielzahl von Problemen im Zusammenhang mit Akne und Entzündungen behandeln kann.

Sanftes Peeling

Azelainsäure dringt tief in die Poren ein und entfernt abgestorbene Hautzellen, die einen stumpfen Hautton und verstopfte Poren verursachen.

Hellt Pigmentflecken auf

Azelainsäure hemmt die Tyrosinase, ein Enzym, das zu Hyperpigmentierung führt. Es ist auch wirksam bei postinflammatorischer Hyperpigmentierung nach Akneausbrüchen (Pickelmalen) und kann möglicherweise auch bei Melasma wirken. Praktisch ist zudem, dass Azelainsäure nur auf hyperaktive Melanozyten abzielt und daher Haut mit normal funktionierenden Melanozyten nicht aufhellt.

Lindert Rosazea

Azelainsäure kann bei den Entzündungen und Sekundärinfektionen helfen, die durch Rosazea verursacht werden. Der reizarme Inhaltsstoff wird sogar von empfindlicher Haut mit Rosazea in der Regel gut vertragen.

Behandelt Akne

Das Bakterium P. acnes besiedelt die Talgdrüsenfollikel der Haut und befindet sich in den eher anaeroben (ohne Sauerstoff), lipidreichen (fettreichen) Mikrokomedonen. P. acnes kann zur Bildung von Komedonen (Mitessern) sowie entzündlichen Läsionen (Pickeln) beitragen. Kurz gesagt, das Bakterium ist an der Erkrankung Acne vulgaris (Akne) beteiligt. Azelainsäure hat antibakterielle Eigenschaften und wirkt bakterizid gegen eben dieses Bakterium und kann hierdurch Akne sehr effektiv behandeln.

Azelainsäure verhindert auch verstopfte Poren durch seine keratinreduzierende Eigenschaften. Dies geschieht, indem die Anzahl der abgestorbenen Hautzellen, auch Keratin genannt, die die Poren verstopfen können, minimiert wird. Diese starke Eigenschaft kann wiederum die Anzahl geschlossener Komedonen und Mitesser reduzieren. Azelainsäure wirkt zwar nicht so effektiv wie Salicylsäure bei Mitessern, reizt aber bei längerer Anwendung die Haut weniger.

Kann Azelainsäure während der Schwangerschaft verwendet werden?

Azelainsäure ist sicher für schwangere Frauen. Es ist eine der wenigen Behandlungsmöglichkeiten für Akne, Rosazea, verstopfte Poren oder Pigmentierung, die auch während der Schwangerschaft verwendet werden können.

Nebenwirkungen von Azelainsäure

Säuren, insbesondere solche, die zur Behandlung von Akne verwendet werden, neigen dazu, austrocknend zu sein, aber die meisten Menschen, auch solche mit empfindlicher Haut oder Rosacea, können Azelainsäure in der Regel ohne große Probleme verwenden. Aber, wie jede Säure, kann sie hautreizend sein, daher sind leichte Irritationen je nach Konzentration und Formulierung möglich.

Wenn du anhaltenden Juckreiz, Brennen oder Stechen verspürst, dann breche die Anwendung des Azelainsäure-Pflegemittels ab und kontaktiere eine*n Dermatologen*in.

So wendest du Azelainsäure an

Bekommst du ein verschreibungspflichtiges Hautpflegemittel mit Azelainsäure von deinem Dermatologen oder deiner Dermatologin verschrieben, solltest du auf die jeweiligen Anwendungshinweise hören.

Aber keine Angst, es gibt natürlich auch rezeptfreie Varianten von Azelainsäure. Bei rezeptfreien Hautpflegemitteln mit Azelainsäure empfiehlt sich je nach Höhe der Konzentration eine Anwendung von ein bis zweimal Mal täglich. Wichtig ist, den Augen- und Mundbereich auszusparen.

Neigst du zu empfindlicher Haut, dann empfiehlt sich eine Anwendungshäufigkeit von jedem zweiten Tag. Zusätzlich kannst du vor der Anwendung etwas reichhaltigere Gesichtscreme oder etwas Petrolatum (Vaseline) auf den Augen- und Mundbereich auftragen, dies bildet eine schützende Schicht und vermindert das Irritationsrisiko in den genannten Bereichen.

Denke auch immer daran, eine Feuchtigkeitscreme bei jeder Anwendung mit Azelainsäure zu verwenden, um deine Hautbarriere optimal zu erhalten, so reduziert sich weiter das Irritationsrisiko der Haut. Trage zudem morgens eine Sonnencreme mit mindestens 30 SPF auf, um deine Haut vor Sonnenschäden zu bewahren.

Bis sich die volle Wirkung von Azelainsäure zeigt, kann es einen Monat bis zu drei Monate dauern. Also wie bei fast allen Inhaltsstoffen solltest du keine Besserung über Nacht erwarten und der Azelainsäure auch genug Zeit geben, bevor du sie als nutzlos verteufelst!

 

Quellen

Titelbild von Polina Kovaleva

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