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Probiotische Hautpflege: das Wundermittel gegen Akne?

  • 4 Minuten Lesezeit

Probiotische Hautpflege: das Wundermittel gegen Akne?

Genau wie probiotische Nahrungsergänzungsmittel, verspricht probiotische Hautpflege, das natürliche Mikrobiom deiner Haut zu optimieren. Die beiden häufigsten Versprechen sind eine Stärkung der Hautbarriere und die Besserung von Akne.

Man weiß heutzutage, dass das Mikrobiom des Darms einen großen Einfluss dermatologische Hautkrankheiten wie beispielweise Akne hat. Daher wollen wir der Frage nachgehen, was die Potenziale von probiotischer Hautpflege ist und welche Herausforderungen Probiotika in Hautpflege mit sich bringt. Wir erklären die Wichtigkeit des Hautmikrobioms für gesunde Haut und mit welchen Tipps du es stärken kannst.

Was genau ist ein Mikrobiom?

Als Mikrobiom bezeichnet man die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die einen Menschen besiedeln. Mit schätzungsweise 100 Billionen Organismen, von denen die meisten Bakterien sind, umfasst die Mikrobiota etwa das 10-fache der gesamten Zellen des menschlichen Körpers. Die Mehrheit der Mikroben befindet sich im Magen-Darm-Trakt und hat einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere Gesundheit. Die Tatsache, dass die Bakterien im menschlichen Darm einen so kleinen Anteil an der Gesamtheit der auf der Erde vorkommenden Bakterien ausmachen, deutet darauf hin, dass diese Bakterien hoch entwickelt und auf das Leben im Darm spezialisiert sind.

Die Haut ist die primäre Schnittstelle mit der äußeren Umgebung und wird als solche von einer vielfältigen Gruppe von Mikroorganismen besiedelt, darunter Bakterien und Pilze.

Auch die Mirkoben auf deiner Haut sind sehr spezifisch und auf den jeweiligen Hautbereich angepasst. So unterscheidet sich das Mikrobioms unter deinen Achseln stark von deinem Mikrobiom im Gesicht. Die Haut ist ein Ökosystem, dessen primäre Rolle die einer physischen Barriere ist, die dem Eindringen von Mikroorganismen und potenziellen Toxinen widersteht und gleichzeitig Feuchtigkeit sowie Nährstoffe im Körper hält.

Die Zusammensetzung des Hautmikrobiom kann durch verschiedene Faktoren wie Genetik, Ernährung und Körperpflege beeinflusst werden. Veränderungen dieser Faktoren können zu einer Störung des Mikrobioms führen, die als Dysbiose bezeichnet wird und zur Ausbreitung potenziell schädlicher Bakterien oder zu einer Abnahme der Anzahl nützlicher Bakterien führt. Dysbiose wiederum wurde mit einigen dermatologischen Erkrankungen in Verbindung gebracht.

Was genau ist probiotische Hautpflege?

Probiotischen Hautpflegeprodukte enthalten lebende Bakterienkulturen, das ist der entscheidende Unterschied zu pre- und postbiotischer Hautpflege. Probiotische Hautpflege bringt daher auch verschiedene Herausforderungen mit sich.

So sind Konservierungsmittel wichtig, das Wachstum von ungewollten Pilzen oder Bakterienarten zu verhindern. Wie kann nun das Wachstum ungewollter Bakterien verhindert werden, ohne die probiotischen Bakterien zu dezimieren? Zudem vermehren sich Bakterien stark und schnell. Wie lässt sich die Menge der gewollten Bakterien kontrollieren?

Auch ist das Mikrobiom jedes Menschen so einzigartig wie sein Fingerabdruck, die probiotische Hautpflege müsste daher auf jeden Menschen individuell abgestimmt werden. Bei deinem Mikrobiom handelt es sich um ein empfindliches Gleichgewicht an Mikroorganismen, es lässt sich also nicht pauschal für jeden Menschen die gleiche probiotische Zusammensetzung empfehlen.

Probiotische Hautpflege bei Akne

Akne ist einer der häufigsten Hautkrankheiten und entsteht durch eine komplexe Kombination an Ursachen wie eine zu starke Produktion von Talg in der Haut oder die Besiedlung des Bakteriums Propionibacterium acnes. Sicher ist: die Hautmikrobiota von Menschen mit Akne unterscheidet sich von Menschen ohne Akne.

Viele topische Behandlungen von Akne reizen die Haut stark und können so die Hautbarriere beeinträchtigten und Trockenheit oder Irritation hervorrufen. Probiotische Hautpflege könnte eine effektive Lösung zu Behandlung von Akne sein und mit dem Mikrobiom, anstatt dagegen arbeiten.

Die Forschung ist optimistisch, denn man weiß, dass die topische Anwendung von beispielsweise Milchsäurebakterien die Produktion von Ceramiden erhöhen kann. Einige Ceramide wirken antimikrobiell gegen P. acnes und sind entzündungshemmend.

Weitere mögliche Vorteile von Probiotika in Hautpflege

Der Forschungsbedarf zu unserem Hautmirkobiom und wie probiotische Hautpflege Hautkrankheiten beeinflussen kann ist groß. Das Gebiet zeigt sich jedoch immer mehr als vielversprechend. Studien haben bereits gezeigt, dass probiotischen Hautpflege als Schutzschild fungieren kann und so die Haut vor Umwelteinflüssen schützen als auch die Hautbarriere stärken. Sie kann oxidativen Stress auf der Haut lindern und so den Hautalterungsprozess verlangsamen.

Prebiotische und postbiotische Hautpflege

Prebiotische Inhaltsstoffe stärken und füttern die auf deiner Haut bereits vorhandenen Bakterien. In deiner Hautpflege findest du Präbiotika in Form von Inhaltsstoffen wie Xylit, Rhamnose und Fructooligosaccharide. Glucomannan ist ein besonders interessantes Präbiotikum aufgrund der Art und Weise, wie es mit einer breiten Palette von Probiotika zusammenarbeitet, die bei der Kontrolle von Akne helfen.

Als Postbiotika bezeichnet man die Stoffwechselnebenprodukte, die von lebenden Bakterien durch unter anderem Fermentation ausgeschieden werden. Der Fermentationsprozess kurbelt den Stoffwechsel der Bakterien an. Diese können beispielsweise Enzyme, Peptide oder organische Säuren wie Milchsäure. Einige dieser Nebenprodukte sind zudem natürliche Antibiotika, die in der Lage sind, Keime abzutöten, die zu Akne und Infektionen beitragen; andere können die Heilung anregen. In der Inhaltsstoffliste findest so sie zum Beispiel unter Galactomyces Ferment Filtrate, Bifida Ferment Lysate oder Lactobacillus Ferment.

So schützt und stärkst du dein Hautmikrobiom

Ähnlich wie in unserer Darmflora ist das Wohlbefinden unserer Mikroorganismen auf unserer Haut stark abhängig von unserem Lebensstil. Aber auch deine Hautpflegeroutine hat einen großen Einfluss auf dein Hautmikrobiom und damit auch auf deine Hautgesundheit.

Am meisten Schaden kann, wenn falsch gemacht, die Reinigung anrichten. Vermeide daher Reinigern mit harten Tensiden und vermeide heißes Wasser. Auch Reinigungsbürsten oder aggressive, physische Peelings können das Mikrobiom der Haut schwächen. Da die Mikroorganismen der Haut einen bestimmten pH-Wert bevorzugen, verwende direkt nach der Gesichtsreinigung einen pH-blancierten Toner. Und Vorsicht mit Benzoylperoxid, obwohl der Inhaltsstoff aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung Wunder bei Akne bewirken kann, dezimiert er auch die guten Bakterien deines Mikrobioms.

Jeder kann zudem von Präbiotika in der Hautpflege profitieren, besonders diejenigen mit einer beeinträchtigten Hautbarriere, Empfindlichkeit oder Akne. Eine Kombination aus Präbiotika und Postbiotika liefert die besten Ergebnisse und stellt sicher, dass die Haut das bekommt, was sie braucht, um ihre Barriere intakt und gesund zu halten.

Eine Studie mit 30 Probanden hat zudem gezeigt, dass die tägliche Verwendung von feuchtigkeitsspendenden Hautpflegeprodukten zu einem signifikanten Anstieg der bakteriellen Vielfalt führt, unabhängig vom Hydratationsgrad der Gesichtshaut. Zudem enthält das Mikrobiom von Menschen mit höherem Hautfeuchtigkeitsniveau eine geringere Häufigkeit an Propionibacterium, zu welchen auch der P. acnes gehört. P. acnes steht in Assoziation mit Akne. Demnach wäre ein weiterer Tipp die Haut stets mithilfe von Hautpflegeprodukten hydriert zu halten.

Unser Fazit

Probiotika sind ein vielversprechend Gebiet, aber die eigentliche Formulierung von probiotischen Hautpflegeprodukten stellt sich zum jetzigen Zeitpunkt als eine deutliche Herausforderung heraus und es bedarf weitere Forschung um die Effektivität von probiotischen Kosmetika sichzustellen.

Was du jedoch mitnehmen solltest ist, dass nicht genug über die Relevanz eines gesunden Hautmikrobioms gesprochen wird und es für gesunde, strahlende Haut ein auch intaktes Mikrobiom braucht.

Titelbild von Khaled Ghareeb
Illustratonen von Ekaterina Bolovtsova

Quellen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7859136/ https://phmd.pl/resources/html/article/details?id=141863&language=en http://europepmc.org/article/MED/32664353#B54-microorganisms-08-01023

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